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Weihnachten

DIY, Naturmaterialien

Der etwas andere Baumschmuck

Weihnachten für die Vögel

Als uns das Warten auf’s Christkind an Heilig Abend etwas lang wurde, haben wir am Nachmittag spontan noch einen Weihnachtsbaum draußen für die Vögel geschmückt.

(Wer mir auf Instagram folgt, konnte den Spaß schon bei den Stories bewundern. Leider habe ich dadurch kaum „normale“ Fotos gemacht 🙁 .)

Weihnachten für die Vögel Vogelfutter im Apfel

Ich hatte an verschiedenen Stellen im Internet immer wieder diese schöne Idee der Vogelfuttergestaltung entdeckt. Bisher war das Wetter hier allerdings nicht annähernd so, dass wir die Vögel hätten füttern müssen. Aber zu Weihnachten kann man da ja mal eine Ausnahme machen. Wir haben die drei Tage schließlich auch im Überfluss verbracht.

 

Und so geht’s:

Ihr benötigt dafür einen größeren Apfel, ein kleines Ausstechförmchen, Vogelfutter und Kokosöl.

  1. Den Apfel halbieren.
  2. Mit dem Ausstechförmchen (oder mit Messer und Löffel) eine Aushöhlung in den Apfel machen.
  3. Vogelfutter in dieses Loch füllen.
  4. Das Vogelfutter mit geschmolzenem Kokosöl übergießen.
  5. Trocknen lassen.
  6. Apfel mit einer Schnurr am Baum befestigen.

Nach recht stürmischen Weihnachten hängen die Äpfel, samt Inhalt, immer noch und unsere Tochter spricht gerne vom Weihnachten für die Vögel.

Kerzen rollen
DIY

Bienenwachskerzen selber machen

Ich liebe den Duft von Bienenwachskerzen. Adventszeit ohne, geht nicht.

In diesen Wochen haben wir gegen Abend eigentlich immer Kerzen an (ab 17Uhr 😉 ). Ein paar davon müssen Bienenwachskerzen sein, die gehören für mich absolut zur Weihnachtszeit. Bisher hatte ich Teelichter aus Bienenwachs gekauft, doch nun haben wir endlich auch Mal Bienenwachskerzen selber gerollt. Ich bin schwer begeistert, wie einfach das geht und das Beste ist: Noch mehr von diesem herrlichen Duft verbreitet sich im Haus 🙂

Man benötigt nur einen Docht (Meterware) und eine Platte aus Bienenwachs. Der Docht wird auf die Platte gelegt und möglichst stramm mit dem Bienenwachs eingewickelt. Das können auch kleine Hände gut. Bei Zimmertemperatur lässt sich die Platte gut formen. Docht passend abschneiden. Fertig!

Eignet sich auch gut als kleines Weihnachtsgeschenk!

Bienenwachskerzen

 

Weihnachten im Stall
Bücher

Weihnachten im Stall

Weihnachten – dieses allererste Mal –

war in einem fremden Land, zu einer fremden Zeit. Zu viel fremd, dachte sich Astrid Lindgren und beschrieb ein Weihnachten im Stall nebenan.

Weihnachten im Stall* ist die mir liebste Geschichte in diesen Tagen. Sie ist so schlicht, so wenig herausgeputzt. Ganz ohne Geschenke und Plätzchen, die die Sicht verstellen. Sie erinnert uns daran, wie kalt und zugig ein Stall sein kann, wie viel Wärme und Behaglichkeit die Tiere spenden können und was eine Futterkrippe eigentlich ist.

In diesem Stall wird ein Kind geboren.

 

 

*Affiliate Link = Falls ihr das Buch über diesen Link kauft, verdiene ich daran ein paar Cent – ohne, dass es euch mehr kostet. Falls das passieren sollte – Dankee!

Und wenn ihr schon dabei seid, dann kann ich dieses Buch wirklich empfehlen: Weihnachten mit Astrid Lindgren: Die schönsten Geschichten von Pippi Langstrumpf, Michel, Madita, den Kindern aus Bullerbü u. a.  Weihnachten im Stall ist auch dabei und noch viele tolle andere Geschichten zu Weihnachten.

                         

 

Kinder brauchen Langeweile
Menschen

Warten auf das Christkind

Sonntag wurde die erste Kerze angezündet und die Anzahl der Termine in unserem Kalender steigt sprunghaft an. Nur schöne Termine versteht sich. Es ist schließlich Advent. Angestrengt versuche ich mich nicht durch sie gestresst zu fühlen. Ruhe und Besinnlichkeit eine Chance zu geben. Gar nicht so einfach, wenn immer etwas ist.

Ich stelle fest, die besinnlichste Zeit beginnt bei uns um 17Uhr. Alle beschweren sich, dass es so früh dunkel wird. (Das habe ich bestimmt auch schon gemacht.) Aber jetzt bin ich froh über diese Dunkelheit. Wir können dann nämlich draußen nichts mehr arbeiten und gehen rein. Machen es gemütlich, zünden Kerzen an, spielen in Ruhe, bestaunen den Kranz oder zählen Kläppchen. Vielleicht basteln wir auch noch etwas. Wie wir Lust haben. Große Projekte lohnen sich nicht angefangen zu werden – das Abendbrot wartet. Die perfekte Zeit! Ohne Ansprüche.

Dann denke ich, es müsste mehr davon geben. Mehr Stunden in denen nichts ist. Vermutlich kann es sie nicht geben, weil ich alles immer sofort verplane, sobald sich ein größeres Zeitfenster auftut.
In der letzten Zeit frage ich mich häufig, inwieweit ich eigentlich mein Kind mit verplanen darf? Wie viele Termine sind in der Woche erlaubt? Wie viel Programm soll es sein und wie viel Zeit bleibt für das Freispiel in Ruhe und allein?

Kinder brauchen Langeweile.

Ich glaube nicht, dass es gut ist Kinder die ganze Zeit zu bespielen und ihnen möglichst viel an Entertainment zu bieten. Ihnen muss auch mal langweilig sein. Nietzsche schreibt von der „Windstille“ der Seele, die es braucht um kreativ zu werden. Kinder brauchen diese Ruhe, um sich selber etwas ausdenken zu können. Wenn immer direkt ein Erwachsener angesprungen kommt und eine Bespaßung liefert, um die „schreckliche“ Langeweile gar nicht aufkommen zu lassen, kann nichts entstehen. Wir verhindern damit ganz viel.

Ich weiß gar nicht, wann ich selber das letzte Mal Langeweile empfunden habe. Vielleicht im Krankenhaus oder beim Warten in einer Behörde. Wahrscheinlich war mir aber gar nicht langweilig, weil ich versucht habe die Zeit zu nutzen: Nachrichten verschicken, lesen, schreiben, irgendwas.
Dumm eigentlich. Stattdessen hätte ich besser nichts tun sollen. Beim Warten die Windstille im Kopf zulassen und so Raum für Neues ermöglichen. So, wie ich es meinem Kind wünsche.

 

Hatte die Adventszeit nicht auch etwas mit warten zu tun? Warten auf das Weihnachtsfest, auf den der da kommt? Freudiges erwarten. Nicht stressiges. Gar nicht so einfach. Aber ich probiere es jeden Tag, ab 17Uhr 😉