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Tiere

Holz Nägel Igel
Bauernhofpädagogik, DIY, Naturmaterialien, Tiere

Ein Igel-Nachmittag

Heute drehte sich bei uns in der Jahreszeitenwerkstatt alles um das Thema Igel. Nachdem wir uns mit einer Geschichte aus dem Buch Kinder lernen Tiere aus Feld und Wiese kennen * eingestimmt haben, ging es an’s Igel selber bauen. Ich habe mit Kindergruppen auch schon Igel aus Ton gemacht, aber diese gehämmerten Igel aus Holz und Nägeln gefallen mir noch besser – eine echte Jungs-Bastelei.

Und so geht’s

Zuerst wurden die passend zu Recht gesägten Holzstücke abgeschliffen. Schleifen steht bei unseren Kindern ganz hoch im Kurs. Es ist einfach und das Holz fühlt sich danach so schön an.

Danach wurde los gehämmert. Die Kinder konnten beliebig viele Nägel in das Holz schlagen. Wenn es zu viele werden, kann sich das Holz allerdings spalten.

Ganz schön laut, wenn so viele Kinder gleichzeitig klopfen.

Die Gesichter konnten entweder mit Edding gemalt werden oder aber (mit einem Tropfen aus der Heißklebepistole) mit Bommeln und Wackelaugen verziert werden.

Igelhäuser

Im Anschluss haben wir unsere Igel in den Wald gebracht und ganz frei Igelhäuser gebaut. In manches wird vielleicht wirklich noch ein Igel einziehen – wer weiß das schon.

Sinne wie ein Igel

Als es dann schon dämmerte gab es noch zwei Übungen für die Sinne. Die Kinder haben sich im Kreis aufgestellt und die Augen verbunden. In der ersten Runde bekam jedes Kind etwas in die Hand und musste erfühlen, was es ist. Im zweiten Durchgang durften sie schmecken. Es gab geriebenen Apfel und geriebene Möhre. Igel können nur sehr schlecht sehen, dafür sind die anderen Sinnesorgane umso besser ausgeprägt.

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Lippe Storchennest
Tiere

Unsere Störche

Die Störche sind eingezogen habe ich vor einiger Zeit geschrieben. Sie sind tatsächlich geblieben und haben mittlerweile drei Junge groß gezogen. Wir sind schwer verliebt und total begeistert vom Sozialverhalten dieser Tiere. Sie sind wirklich urkomisch und es macht Spaß sie zu beobachten.

noch ganz klein

Aber der Reihe nach

Im März ist das Storchenpaar bei uns angekommen. Sie haben fleißig das Nest hergerichtet, Eier gelegt und abwechselnd gebrütet. Anfang Mai sind dann drei Junge geschlüpft. Sie waren so klein, dass man ganz lange das Nest beobachten musste, um einen Blick auf eine Schnabelspitze erhaschen zu können. Mittlerweile sind die drei kaum noch von den Eltern zu unterscheiden. Die Schnäbel und Beine sind noch nicht rot, wie bei den Alten. Und vor allem können sie noch nicht so sicher fliegen.

Flugübungen

flatter, flatter
hops, hops

Ungeduldig haben wir auf die ersten Flugversuche der Jungstörche gewartet. Als es endlich soweit war, konnten wir unsere Blicke kaum noch vom Dach nehmen. Es ist aber auch wirklich schwierig. Die Jungen mussten wochenlang Trockenübungen machen, hopsten und flatterten auf dem Horst herum. Dann hat sich der erste getraut, ist gesprungen, getrudelt, hat eine Runde gedreht und landete unsanft wieder auf dem Nest. Und dann? Große Party! Die anderen feierten ihn sehr und klapperten was das Zeug hält. Total lustig diese Tiere.

Klapperparty

Sie müssen fleißig üben, denn im August geht es schon nach Afrika. Unglaublich!

Hier ein kleines Video über das Training.

Fütterung

Auch sehr beeindruckend ist, wie die Eltern die Kinder versorgen. Sie fliegen unermüdlich und holen Futter zum Nest. Die Frösche, Heuschrecken usw. schlucken sie erst runter, transportieren sie in ihrem Kehlsack und würgen sie dann im Horst wieder aus, bzw. die lieben Kleinen ziehen ihnen das Futter aus dem Schnabel. Puh, da bin ich froh, dass das bei uns einfacher ist. In diesem Video sieht man, wie ein Elternteil das Futter wieder hochwürgt.

Noch sind die Störche wunderbar von unserem Café aus zu beobachten 🙂

Altstorch in der Abendsonne

Danke an Jana und Lars für die tollen Bilder und Videos.

Bauernhofpädagogik
Bauernhofpädagogik, Tiere

Unsere Kuschel-Nutz-Tiere

Wir haben jetzt Kaninchen

Unsere ersten Kuscheltiere. Bisher lebten nur Nutztiere bei uns. Mit den Kühen und Gänsen verdienen wir Geld. Die Hühner legen die Eier für die Kuchen im Cafe. Die Katzen fangen Mäuse. Der Hund wacht. Pfauen werden verkauft. Und jetzt Kaninchen. In gewisser Weise arbeiten sie auch für uns. Wir haben sie nicht nur für unsere eigenen Kinder angeschafft, sondern auch für die Kinder in der Jahreszeitenwerkstatt. Sie können sie füttern, streicheln oder ihnen z.B. einen Unterschlupf bauen.

Bloß nicht!

Es ist noch gar nicht so lange her, da war ich sehr gegen diese Kuscheltier-Streichelzoo Nummer. So ein Zirkus ist nichts für uns, dachte ich. Ich wollte nur echte Tiere und nichts extra anschaffen. Doch mittlerweile sehe ich auch einen pädagogischen Wert in den Streicheltieren. Die Kinder können zu ihnen in den Stall gehen. Sie müssen aber langsam und ruhig werden, sonst kommt kein Kaninchen zu ihnen. Das fällt vielen schwer. Wenn sie es dann aber schaffen, werden sie direkt von den Tieren belohnt und sie sind sehr stolz. Außerdem ist das streicheln und spüren eine tolle Erfahrung.

Es gibt Bauernhöfe, die ihre Tiere sogar für therapeutische Zwecke einsetzen. Pferde und Hunde sind dafür bekannt. Aber Andrea Göhring nutzt für die tiergestützte Therapie auch ihre Schweine, Ziegen, Kühe usw. Die sind natürlich besonders ausgebildet. Über ihre Erfolge und Methoden hat sie ein Buch geschrieben Bauernhoftiere bewegen Kinder: Tiergestützte Therapie und Pädagogik mit Schaf, Kuh und Co. – ganz praktisch*

Auch wenn unsere Kaninchen nur „normal“ gezähmt sind, leisten sie bisher tolle Arbeit. Sind auch irgendwie Nutztiere.

Die große Frage nach dem WARUM?

Ja, ich weiß. Man kann jetzt fragen, warum müssen sie überhaupt einen Nutzen haben? Den habe ich vielleicht auch nicht und trotzdem gibt es mich.

Das ganze Thema rund um: warum halte ich Tiere (und natürlich wie) beschäftigt mich sehr. Als Tierarzttochter wird mir ein leicht irritierendes Verhältnis zu Tieren nachgesagt. Ich finde es aber einfach wichtig zu hinterfragen, halte ich die Tiere um meinetwillen? Weil ich es schön finde einen Hund zu haben und dann nicht mehr so alleine bin? Auch wenn ich gar keinen Platz und keine Zeit für ihn habe, zumindest nicht so wie er es bräuchte? Ich beobachte viele Menschen, die aus Tierliebe Tiere unter schlechten Bedingungen halten. Einfach nur, weil sie sie gerne in ihrer Nähe haben. Das ist schon verrückt.

Ich bin sehr gespannt, wie es mit unserer Tierhaltung auf dem Hof noch weiter gehen wird. Mal schauen, was sich noch entwickelt. In jedem Fall werde ich jetzt einen Unterschlupf für die Kaninchen bauen, in dem sie sich zurück ziehen können, wenn sie ihre Ruhe brauchen und an den kein Kind ran kommt. So können die Tiere entscheiden wie viel Nähe sie wollen.

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Tiere

Die Störche sind eingezogen

Ohhh, wir sind schwer verliebt

Vor einigen Wochen sind die Störche aus ihrem warmen Winterurlaub wieder gekommen. Plötzlich saßen fünf dieser großen Tiere auf unserem Dach. Das alleine versetzt uns schon jedes Jahr in helle Aufruhr und wir freuten uns sehr.

Wie groß war dann die Freude, als wir feststellten, dass zwei von ihnen anscheinend bei uns bleiben wollen.

Erst als das Nest ordentlich runtergerockt war

Wir haben schon vor Jahren ein Nest auf dem Dach angebracht, aber es wurde lange nicht beachtet. Dann haben wir das gute Stück mit weißer Farbe besprenkelt (das steigert anscheinend die Attraktivität, da Meister Adebar denkt, dass schon mal wer von den seinen da gewesen war) und siehe da, es ließen sich immer mal wieder Störche dort oben nieder und vergnügten sich. Leider machten sie es nie zu ihrem Nest. War wohl nur ein Ausflugsziel. Dieses Jahr hat ein Sturm ganz schön an der Konstruktion gezerrt, so dass das mittlerweile in die Jahre gekommene Nest ziemlich runtergerockt aussieht. Offensichtlich ist es genau richtig so 🙂

Das sind unsere Tiere!!

Die beiden renovieren jedenfalls jetzt selbst. Sehr eifrig schleppen sie Material noch oben, klappern und segeln zum fressen in die Lippeauen.

Wenn Sie an unserem Wohnzimmerfenster vorbei gleiten staunen wir immer wieder „wirklich kein Flügelschlag„. Schon praktisch, wenn man sich nur fallen lassen muss, um an den gedeckten Tisch zu gelangen

Wir feiern diese Tiere sehr und hoffen, dass wir bald noch mehr (kleine) Störche beobachten können.

Tiere

Schwalben-Glück

„Wenn Schwalben am Haus brüten, geht das Glück nicht verloren.“

Na dann – haben wir ziemlich viel Glück in der Hütte. Zumindest im Kuhstall. Dort brüten nämlich jede Menge Rauchschwalben. Da es bei uns etwas rustikaler zugeht und wir keine hightech Stallanlage haben, gibt es für die, mittlerweile auf der Roten Liste stehenden, Vögel viel Platz. Wir lassen sogar Fenster auf, damit die fleißigen Dinger immer hin und her kommen. Nester ausbessern, Futter für die Kleinen holen, die Schwalben zischen uns wie der Wind über die Köpfe und erledigen ihre Aufgaben.

Schwalben

Viele unserer älteren Café-Gäste mögen den Anblick dieser Flieger. Er erinnert sie an ihre Kindheit. Heute sieht man kaum noch so viele Schwalben. Deshalb hat der Nabu die Aktion Schwalbenfreundliches Haus ins Leben gerufen. Diese Plakette dürfen wir uns nun auch an die Wand pinnen.

Familie Baumhoer erhält Auszeichnung Schwalbenfreundliches HausUngeschminkt und in alten Klamotten, aber man beachte unsere Holunder-Ketten 😉

 

Ich habe hier schon mal über die Schwalben geschrieben. Dort lest ihr auch, warum es schlechtes Wetter gibt, wenn die Schwalben tief fliegen 😉

 

 

 

Tiere

Kühe mit ohne Milch

Heute haue ich mal wieder ein paar erstaunliche Erkenntnisse aus der Landwirtschaft raus 😉

Wenn ich erzähle, dass wir Kühe haben, dann reagieren erschreckend viele mit: Oh, dann müsst ihr ja immer melken! Nein, das tun wir nicht. So gar nicht. Denn bei uns trinken die Kälber die ganze Milch der Mutter. Verrückt, oder?

Je länger ich darüber nachdenke, desto schräger finde ich, dass ich das immer erklären muss. Schließlich geben sie ja genau aus dem Grund Milch – für ihre Kälber. So, wie wir auch. Und wie bei uns Menschen auch, kommt da nur Milch raus, wenn ein Baby da ist. Also bekommen die Milchkühe ca. 1 Mal im Jahr ein Kind, damit’s weiter gut läuft. Ohne Kalb, keine Milch.

Zurück zu uns. Wir haben Fleischrinder. Die geben natürlich auch Milch (für ihre Kinder – wie alle Säugetiere) aber wir halten sie wegen des Fleisches. Wenn sie groß genug sind, gehen sie zum Schlachter und landen dann irgendwann auf den Tellern.

Das Ganze nennt man übrigens Mutterkuhhaltung. Wir haben also eine Herde netter Muttis (und Anton – ohne den läuft natürlich nichts), die jedes Jahr ein Kalb bekommen. Das Kalb trinkt die Milch der Mutter, frisst sich dann irgendwann so durch die Weide, turnt rum und macht, was Kälber sonst so tun. Wenn sie größer sind werden sie dann entweder selber Mutti, verkauft oder geschlachtet. Die Möglichkeiten sind da vielfältig.

Kalb Baumhoers Lippeauenblick

Wir betreiben hier nicht gerade das, was man moderne Landwirtschaft nennt, aber irgendwie so funktioniert es wohl überall.

So, jetzt wissta Bescheid 😉

 

Tiere füttern Tiere essen
Tiere

Tiere essen

Tiere füttern, Tiere schlachten, Tiere essen

Bei der Martinsgans ist es wieder passiert. Ich sage „Es gibt Gans mit Rotkohl und Klößen. Fleisch und Gemüse kommen aus unserem Garten.“ Sie „Ihh, ihr esst eure Tiere?

Mittlerweile habe ich schon über fast alle unsere Hoftiere ein Geschichtchen geschrieben. Über die Rinder, Hühner, Enten, Gänse und sogar die Pfauen.

Da wir jedoch weder einen Gnadenhof, noch einen Streichelzoo betreiben, halten wir die meisten Tiere um sie zu essen. Wir essen natürlich nicht alles selber, aber wir essen sie eben auch. Das finden manche Menschen komisch.

Und warum mich diese Einstellung wirklich nervt, darum geht’s jetzt:

 

Ich habe lange versucht Verständnis aufzubringen. Schließlich macht jeder unterschiedliche Erfahrungen in seinem Leben und in meiner Kindheit war es eben selbstverständlich, dass es Tiere gibt, die nur Leben, damit wir sie irgendwann essen können. Diesen Tieren bin ich oft begegnet. Als Tierarzt-Tochter war das Alltag. Ich war auch häufig mit im Schlachthof, habe bei Fleischbeschauen zugeschaut oder bei Schlachtungen. Auf Fragen wie „Warum muss das Tier sterben?“ wurde geantwortet „Weil es eben nicht von alleine in den Supermarkt läuft.“ So war das bei uns. Wer Fleisch essen wollte muss ertragen, dass Tiere dafür geschlachtet werden.
Heute verstehe ich jeden Menschen, der genau deswegen kein Fleisch ist. Wer den Gedanken nicht ertragen kann, dass ein Tier nur für den eigenen Genuss stirbt, der sollte kein Fleisch essen.
Nicht verstehen kann ich die, die Tiere-töten irgendwie ekelig finden, trotzdem aber in rauen Mengen Fleisch konsumieren. Genauer gesagt hänge ich da irgendwo zwischen Bewunderung und Irritation.

Ich weiß, dass es einfacher ist, den Grund für die Haltung der Tiere und ihr Sterben auszublenden, wenn man gar keinen Kontakt zu ihnen hat. Kühe nehmen wir hierzulande bestenfalls im Vorbeifahren aus dem Auto wahr. Aber wer bekommt heute noch ein Schwein zu Gesicht (lebend) und das obwohl Deutschland neben China und den USA zu den größten Schweineproduzenten weltweit gehört. Nicht sehen legitimiert aber nicht total-dumm-stellen. Wir wissen alle, wie Schweine gehalten werden und wo sie sterben. Trotzdem spukt in puncto Landwirtschaft in den meisten Köpfen irgendetwas zwischen Bilderbuchbauernhof, Lebensmittelskandal und Bauer-sucht-Frau. Die Entfremdung könnte größer nicht sein. Und so haben es viele geschafft, das Produkt was sie im Supermarkt kaufen völlig von einem Tier abzukoppeln. Das Schnitzel hat nichts mehr mit dem Schwein zu tun. Die Frikadelle sowieso nicht (wer weiß, was da wieder drin ist – aber bestenfalls eben ein Tier).

 

Tiere essen Bauernhof

Und irgendwie bewundere ich das auch. Das ist eine beachtliche Leistung. Das muss man erst mal schaffen.
Jedoch ist das, was sich viele Erwachsene mühsam antrainiert haben, für genau so viele Kinder Realität. Es herrscht eh schon größte Verwirrung, wenn man sie darauf hinweist, dass die Zutaten für den Hamburger vom Bauernhof kommen, aber das die Chicken McNuggets aus Huhn bestehen sollen, ist für so manchen echt der Gipfel. Ich habe das erlebt mit Kindern. Sie fanden das nicht eckelig, komisch oder lustig. Nein, sie haben es mir einfach nicht geglaubt.
Für mich ist das, gelinde gesagt, eine Katastrophe. Wie sollen wir unseren Kindern einen respektvollen Umgang mit Tieren beibringen, wenn wir solche gigantischen Tatsachen (denn es geht ja um viele Hühner, wir essen schließlich viele Chicken McNuggets) ausblenden? Was tun wir unseren Kindern damit an? Und was tun wir der Welt an, wenn wir ihr solche Kinder hinterlassen?

 

Tiere essen, Tiere füttern
Unsere Tochter füttert das ganze Jahr sehr fleißig unsere Enten. Sie treibt sie von links nach rechts und abends in den Stall. Irgendwann vor Weihnachten werden sie dann eingefangen und zum Schlachter gebracht. Ich wurde schon öfters gefragt, was ich ihr denn dann erzähle. Mal ganz davon abgesehen, dass mir keine gute Ausrede einfällt (alle in den Urlaub geflogen?), wäre es eine krasse Lüge. Und warum? Wenn sie später ein Stück Ente auf dem Teller hat, dann sagen wir ihr, dass das unsere Ente ist und „Gut, dass du dich so toll um sie gekümmert hast.

Das ist natürlich nicht jedem möglich, aber darauf hinweisen, dass das Stück Fleisch mal ein lebendes Tier war, wäre schon drin – finde ich!

Was sagt ihr dazu?

wasfürmich
Basteln, Tiere

Wow-Pfau

Über unsere Pfauen habe ich hier schon mal berichtet: dass Pfau Hansi nach über 30 Jahren gestorben ist, dass unsere Hühner die Pfauenküken aufziehen und, dass im Hindu Tempel zwei unserer heiligen Reittiere wohnen (sollten, wenn dann nicht der Fuchs gekommen wäre). Das könnt ihr alles hier nachlesen.

Nun haben wir einen Nachfolger für Hansi. Der neue Hahn wird im Bild von allen begrüßt.

Pfau Begrüßung

Er hat auch schon das getan, was er tun sollte und seit kurzem haben wir vier kleine Pfauenküken.

Hisilicon K3

Am Wochenende drehte sich bei uns also alles um das Thema Pfauen und die neuen Kleinen. Allerdings bei Dauerregen. Deshalb haben wir es uns irgendwann drinnen gemütlich gemacht und den Wow-Pfau von wasfürmich gebastelt. Er ist wirklich wow geworden und ein echtes Familien-Kunstwerk. Die Tochter hat das Blatt ganz bunt gemacht, der Papa hat gezeichnet und ich habe schließlich alles ausgeschnitten (und den heißen Kakao serviert). Die Anleitung und auch eine Vorlage für den Körper findet ihr in dem wunderbaren Buch von wasfürmich Bloggerin Claudia Schaumann Das Kinderkunst-Kreativbuch: Viele bunte Projekte für Mama und Kind*

wow-Pfau wasfürmich

 

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Schwalbenfreunde

Von Schwalben, Wettervorhersagen und Kacke

Heute haben wir eine Regenpause genutzt, um die Nester unserer Schwalben zu suchen.

Wir sind ja schließlich Schwalbenfreunde und die NABU will es ganz genau wissen. Also haben wir gezählt.

Schwalben

 

Lassen sogar extra ein Fenster auf, damit die Tierchen auch rein können.

Schwalbenfenster

Wir sind auf 32 Stück gekommen, aber wahrscheinlich sind es mehr Nester. In diesem Jahr wurden bei weitem nicht alle Nester belegt. Wir wissen auch nicht warum es so wenige sind.

Insgesamt wird es wohl immer schwieriger für die Schwalben Nistmöglichkeiten zu finden. Es gibt weniger Ställe und in den neuen mega-hygienischen Mastanlagen passen Untermieter nicht ins Konzept.

Wir hingegen freuen uns ja immer über Artenvielfalt und mit der Kacke muss man halt Leben können …

… wobei es schon beeindruckend ist, was die daraus alles machen können 😉

Schwalbennest

Als uns heute die Schwalben (es sind übrigens Rauchschwalben) so um den Kopf gezischt sind, konnten wir leider nicht erkennen, ob sie nun besonders tief oder hoch fliegen. Trotzdem denke ich beim Anblick von Schwalben immer an den Spruch: Die Schwalben fliegen tief – gibt schlecht‘ Wetter. Das ist wohl die westfälische kurz-Variante. Etwas schöner klingt es dann so:

„Wenn die Schwalben hoch am Himmel kreisen,

sie weiter auf schönes Wetter hinweisen,

doch fliegen sie am Boden tief,

dann hängt der Wettersegen schief.“

Hat was mit der Thermik und den Futterinsekten zu tun. Bei sonnigem Hochdruckwetter gelangen die Futterinsekten der Schwalben in höhere Luftschichten und die Schwalben folgen. Bei sich abzeichnender Wetterverschlechterung, also aufkommendem Regen und Wind, halten sich die Futterinsekten mangels Thermik in Bodennähe auf.

Wer sich mehr für Wettervorhersagen von Natur und Tier interessiert, kann das hier nachlesen 100 Bauernregeln, die wirklich stimmen 😉

Tiere

Pfau Hansi und andere (nicht nur Pfauen)

Von Pfauen, Hindus und einen fiesen Fuchs

Vor Kurzem ist unser Hansi gestorben. Er war älter als ich – also irgendetwas über 30. Ich weiß gar nicht, ob das normal ist für Pfauen Hähne, mir kam es jedenfalls steinalt vor. Jetzt müssen wir uns um einen neuen Hahn bemühen, damit wir weiterhin jedes Jahr Nachwuchs bekommen. Das hat bei Hansi nämlich noch bis zum Schluss geklappt. Seine Frau hat einmal im Jahr ca. 5-7 Eier gelegt. Mit dem brüten hatte sie es dann manchmal nicht so. Ist ja auch langweilig, deshalb hat das dann meist ein Huhn übernommen. Auf so einem Hof hilft halt jeder jedem. Wenn die Jungen dann geschlüpft sind, war die Glucke natürlich die Mutter und hat somit auch nach der Brüterei ihre Aufgabe pflichtbewusst erfüllt. Hühner eben, die sind einfach nett (siehe hier).

Pfauen Hühner
Über ebay-Kleinanzeigen (ja darüber verkaufen wir alles, vom Rind bis zum Fahrrad) bieten wir die Jungen nach 6-7 Monaten an. Und ich muss sagen, bei allem was wir dort schon verkauft haben, werden Pfauen stets von den interessantesten Leuten gekauft. Ich freue mich ja immer, wenn spannende Personen zu uns auf den Hof kommen. Wir kommen ja selber nicht mehr so viel rum (leider!). Der definitiv exotischste Pfauenverkauf fand in diesem Jahr statt. Da kam Priester Paskaran vom Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel in Hamm mit Herrn L. (wir dachten erst er ist nur der Tempel Hausmeister, aber wahrscheinlich ist er einfach ein sehr hilfsbereiter Nachbar) und kauften ein Pfauen Pärchen.

Pfau

Dieser Tempel steht gar nicht weit von uns und ist der zweitgrößte hinduistische Tempel in Europa. Vom vorbeifahren kannte ich ihn schon. Er sieht wirklich imposant aus. Schon lange wollte ich gerne mal dort hin fahren, aber wie das immer so ist …

Als irgendwann das Telefon klingelte und Herr L. anrief, hab ich mich natürlich total gefreut. Erst einmal brauchte er Pfauenberatung (nicht, dass ich Ahnung habe, aber wenn man bei uns anruft, hat man halt mich am Telefon), denn die Tempel Gemeinde musste die Voliere noch bauen und man wollte natürlich nur das Beste für die heiligen Tiere. Die Bauarbeitet leitete Herr L. und er nahm seine Aufgabe selbstverständlich sehr genau.
Nach einigen Telefonaten war es dann soweit. Die beiden Herren (die unterschiedlicher nicht sein konnten), kamen an einem verregneten Sonntagmorgen zu uns und holten ihre Tiere ab.

Pfauen Hindu
Noch immer stehe ich in Kontakt mit dem netten „Hausmeister“ und so schickte er mir auch die Zeitungsartikel zum Pfauen-Tempel-Projekt zu. Darin konnte ich dann nicht nur lesen, dass es sich bei unseren Tieren um heilige Reittiere handelt – na, wenn wir das mal vorher gewusst hätten – sondern auch, dass die beiden jetzt Krishna und Sitha heißen. Und weil eben die Pfauen für die Hindus heilige Tiere sind, sollte es auch eine religiöse Zeremonie extra für sie geben. Auch wir waren dazu eingeladen. Das hat mein Theologen Herz natürlich sehr erfreut 🙂

Leider kam der Fuchs in der Nacht vor dem Fest. Irgendwie fand er, trotz akribischer Vorsorge, einen Weg in den Stall. Die Enttäuschung war riesengroß.
Ich hoffe Herr L. ist jetzt nicht entmutigt und baut weiter, so dass bald neue Pfauen einziehen können. Von uns können sie aktuell allerdings keine bekommen. Hier fehlt ja leider der Hahn. Also, wenn wer wen kennt, der wen kennt … immer her damit. Und wenn wir nochmal zu einer Pfauenordination eingeladen werden, berichte ich auf jeden Fall davon.

Pfau

 

Apropos Pfau: Ich lese momentan Der Pfau∗ von Isabel Bogdan.
Ich kann es wirklich empfehlen. Es ist zum Schreien komisch. Eine wunderbar subtile Komödie in bester britischer Manier. Natürlich kommt ein Pfau darin vor. Dieser greift alles an, was die Farbe Blau hat und macht somit arge Probleme.

Ein bisschen konnte ich die Problematik nachempfinden. Wir hatten mal einen Pfau, der in seinem Spiegelbild einen Rivalen gesehen hat. (Tja, sie sind halt schön und nicht intelligent.) Wenn er sich also in einer Scheibe gesehen hat, hat er diese sofort attackiert, was sie nicht gerade sauberer gemacht hat. Blöderweise spiegelte er sich auch etwas in den Grabsteinen, die auf unserem Grundstück stehen (fragt jetzt nicht, warum die Dinger da stehen, das ist eine andere Geschichte). Naja, zur Balzzeit hatten wir dann halt blutige Grabsteine im Garten …

 

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