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Pflanzen

Bauernhofpädagogik, Pflanzen

Samenbomben selber ma(ts)chen

Ich hatte die Bomben eigentlich in Blumenpralinen umbenannt, aber irgendwie hat sich das bei den Kindern nicht durchgesetzt. Egal, es geht so oder so darum Erdkugeln zu formen, die mit Blumensamen gefüllt sind. Auf diese Weise kann man die Welt und den eigenen Balkon etwas bunter und insektenfreundlicher gestalten. Sehr friedliche Bomben also 😉

Die Idee zu den Samenbomben stammt übrigens aus der „Guerilla-Gardening-Szene“, die in den 1970er Jahren entstand. Schon damals begannen die Menschen in großen Städten Samenbomben als Protest gegen Betonwüsten und Umweltverschmutzung zu werfen. Triste Innenstädte sollten heimlich verschönert werden. Man darf die Kugeln natürlich auch ganz unpolitisch in den eigenen Garten legen und mit etwas Glück (und etwas Wasser) wachsen die schönsten Blumen aus den kleinen Dingern. Man muss sie nicht eingraben und wenn es regnet auch nicht gießen 😉

Das Rezept möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Samenbomben selber machen

Also, man nehme:

  • 5 Esslöffel Gartenerde
  • 4 Esslöffel Tonpulver
  • 1 Esslöffel Blumensamen
  • etwas Wasser

Die trockenen Zutaten müssen in einer Schüssel gut durchgemischt werden. Das können auch schon kleine Kinder ganz alleine (und meist machen sie es viel gewissenhafter als die Großen). Dann wird esslöffelweise Wasser hinzu gegeben. So, dass ein klebriger Teig entsteht aus dem sich gut Kugeln formen lassen. Als Tonpulver habe ich Heilerde verwendet, das hatte ich noch. Es hat damit gut funktioniert. Die Kugeln halten sehr gut zusammen. Das Matschen bringt natürlich Spaß und hat was von Frikadellen machen. Wir haben die fertigen Pralinenbomben in einen Eierkarton gelegt. Dort konnte jedes Kind seinen Namen drauf schreiben, damit es auch das eigene Werk mit nach Hause nimmt.

Man kann die Samenbomben richtig trocknen lassen, dann halten sie auch einige Zeit. Wir haben sie einfach direkt in den Garten gelegt und siehe da, es wächst schon was 🙂

 

 

P.S. Das Titelbild ist abfotografiert aus der Zeitung. Ich weiß: mega professionell! Aber als die Journalistin da war und unsere Jahreszeitenwerkstatt begleitet hat, habe ich ganz vergessen selber Bilder zu machen 🙁 Dafür hatten wir aber einen riesigen Artikel in der Lokalpresse übertitelt mit: Blumige Bombenleger mit Matsch-Händen am Werk

 

 

Löwenzahn
Bauernhofpädagogik, DIY, Naturmaterialien, Pflanzen

Löwenzahn Experimente und Basteleien

Nachdem hier alles gelb war, ist nun alles weiß und wir pusten ganz viel. Ich stelle immer wieder fest, dass die Pusteblumen einen so hohen Reiz auslösen – man kann einfach nicht wiederstehen. Es muss gepustet, geschüttelt oder irgendetwas mit dieser Blume gemacht werden.

Löwenzahn

Aber auch mit dem gelben Löwenzahn lässt sich einiges anstellen. Zwei Ideen stelle ich euch heute vor.

Mit den Blumen kann man ganz einfach malen. Löwenzahn zum Beispiel oder irgendetwas anderes gelbes. Dafür muss nur die Blüte über das Papier gerieben werden und es entsteht ein herrlich gelber Ton. Das können auch schon kleine Kinder gut. Ich muss allerdings dazu sagen, dass es vergängliche Kunst ist. Nach ca. einer Woche verblasst das Gelb allmählich.

Löwenzahn

 

Für größere Kinder ist das Löwenzahnexperiment sehr spannend. Zuerst werden Löwenzahnblüten mit einem langen Stiel gesucht und dann in ein Wasserglas gestellt. Nun ritzt man die Stiele mit einem scharfen Messer an einem Ende leicht ein und stellt sie wieder in das Glas mit Wasser. Der Stiel reißt ein und rollt sich entlang der Ritze auf. Das sieht wirklich toll aus. Die Kunstwerke können aus dem Glas genommen und bestaunt werden. Wer Lust hat, kann dann noch die Osmose erklären (kann man aber auch lassen 😉 )

Löwenzahn

 

 

Pflanzen

Wildkräuter aus der Hexenküche

Wildkräuter sammeln mit Kindern

Wenn ich nicht gerade im Hühnerstall war, habe ich als Kind am liebsten gekocht. Mit Blättern, Blüten, Gräsern und was wir sonst noch so gefunden haben. Hexenküche haben wir das genannt. Keine Ahnung, ob wir dabei schon an mittelalterliche Kräuterhexen gedacht haben. Auf jeden Fall waren wir davon überzeugt, dass wir etwas ganz besonders Gutes gezaubert haben – in Spiel, natürlich. Heute bin ich auch davon überzeugt, dass wir etwas ganz besonders Gutes zaubern können aus dem was wir draußen finden – aber in Echt.
Kochen mit Wildkräutern ist wieder In und den Trend mache ich gerne mit. Allerdings setzt es voraus, dass man sich erst mit den Pflanzen beschäftigt und sie kennenlernt. Dann muss man sie auch noch suchen und finden … einkaufen gehen ist unkomplizierter. Macht aber nicht so viel Spaß.


Jetzt wo draußen alles sprießt ziehen wir gerne mit unserem Körbchen (und dem Bestimmungsbuch*) los und sammeln Wildkräuter. Oft das, was andere in ihrem Garten als Unkraut bekämpfen. Uns gefällt das. Manchmal denke ich sogar, es ist mit das sinnvollste, was ich mit meinem Kind unternehmen kann. Wir sind draußen in der Natur, bewegen uns, reden miteinander, lernen gemeinsam mehr über die Pflanzen, entdecken Neues, erleben die Vielfalt, schauen nicht nur genau hin, sondern schärfen all unsere Sinne. Wir riechen, fühlen und probieren. Mir ist wichtig, dass unser Kind lernt, dass essbares draußen wächst und nicht aus dem Supermarkt kommt. Und dazu gehören eben nicht nur die Erzeugnisse aus der Landwirtschaft, sondern noch ganz viel mehr.


Ich bin wirklich keine Wildkräuterexpertin, aber Schritt für Schritt erweitere ich mein Wissen und traue mich an immer mehr Pflanzen. Über ihre Heilwirkung weiß ich noch wenig. Oft schmeiße ich alles einfach in den Mixer und mache einen grünen Smoothie. Manchmal kommen sie auch in den Salat oder Quark. An den bitteren Geschmack von vielen Wildkräutern muss man sich erst gewöhnen, denn das bittere kommt auf unserem Speiseplan kaum noch vor. Aus vielen Gemüsen wurde es heraus gezüchtet. Wir kennen es kaum noch und wenn es vorkommt, dann ist bitter oft negativ besetzt. Aber die Bitterstoffe sind sehr gesund.

Einladung zum Wildkräuternachmittag bei uns

Wer mehr über die Wildkräuter in unserer Region erfahren möchte ist herzlich zur Führung und Verkostung in unserem Cafe eingeladen. Schon seit einigen Jahren bietet eine Naturpädagogin das bei uns an (und ich bin ihr größter Fan 😉 ) Es ist immer ein ganz wunderbarer Nachmittag mit vielen Informationen, Geschichten und den erstaunlichsten Köstlichkeiten.


Die Führung ist ein guter Grundstein, um in das Thema einzusteigen und danach mit den Kindern die Kräuterwelt zu entdecken …

oder Tierspuren …

Wenn man erst Mal draußen ist, gibt es so viel zu erleben 🙂

Also, entdecke deine Heimat!

 

*Und das sind die Bücher, die wir mit in den Wald nehmen:

Essbare Wildkräuter und Wildbeeren – Naturführer für unterwegs

Mein Erstes Was lebt im Wald?

(Amazon PartnerLink)

Basteln, Bücher, Pflanzen

Frühlings-Detektive

Unsere liebste Frühlingsbeschäftigung

Wir sind den Frühlingsboten auf der Spur und spielen Detektive. Wir finden die ersten Blätter der Schneeglöckchen, ertappen kleine Kätzchen oder verfolgen singende Vögel. Es macht so einen Spaß nach dem Frühling ausschau zu halten und die eigene Vorfreude zu zelebrieren. Hat man die Kinder erst auf einige Spuren aufmerksam gemacht, entdecken sie meist viel mehr als die Erwachsenen. Unser Hofmädchen ist dann immer im totalen Detektiv-Fieber.

Ganz große Schneeglöckchenliebe

Dabei haben es uns die Schneeglöckchen besonders angetan. Bisher können wir hier nur ihre Blätter bestaunen, aber die sind schon sehr beachtlich. Schließlich schaffen sie es sich durch den gefrorenen Boden zu bohren. Wenn man sie anfasst, merkt man schon, dass sie sehr fest sind. Die zarten und empfindlichen Knospen sind in ein hartes, spitzes Blatt eingehüllt. Mit diesem bohren sie sich tatsächlich langsam aber sicher durch den harten Boden. Erst über der Erde öffnet sich das Blatt, wie ein Geschenk. Ein warmer Frühjahrsregen würde den kleinen Glöckchen ordentlich auf die Sprünge helfen, denn dadurch taut die obere Bodenschicht schneller auf und macht sie weich. So können die Blätter quasi aus der Erde schießen.


Wenn sie es dann aus der Erde geschafft haben und ihre Blütenglocken zeigen, müssen sie einiges abkönnen. Wetter-technisch ist im Februar ja noch alles drin. Aber die süßen kleinen Glöckchen sind gut gerüstet und haben einen integrierten Frostschutz. In ihren Blättern befindet sich ein Zucker, der verhindert, dass sie einfrieren und somit nicht innerlich zerfetzen (weil sich das Wasser ausdehnt, wenn es friert). Den kostbaren Nektar schützen sie bei schlechtem Wetter, indem sie die Blütenglocke fest verschließen und auf wärmere Tage warten.

Wenn wir demnächst mal wieder drinnen auf wärmere Tage warten, basteln wir weiter an unserer Schneeglöckchenwiese 😉

Schneeglöckchen basteln

 

Wer noch mehr schlaue Sachen über Blumen wissen möchte, schaut in dieses Buch: Die Garten-Detektive: Mit vielfältigen Experimenten, Spielen, Bastelaktionen, Geschichten und Rezepten den blühenden Frühjahrsboten auf der Spur*

 

*Affiliate Link = Falls ihr das Buch über diesen Link kauft, verdiene ich daran ein paar Cent – ohne, dass es euch mehr kostet. Falls das passieren sollte – Dankee!

 

Dieser Artikel ist Teil der Aktion „Zeig mir deinen schönsten Frühjahrsbeitrag“ von Frau Schweizer.

Opa und Enkel bei der Tomaten Ernte
Pflanzen

Tomaten Freud – Tomaten Leid

Die Tomaten Geschichte und eine Shop-Empfehlung

Ich hätte nie gedacht, dass Tomaten mal zu so einem Reiz-Thema in meinem Leben werden. Ich meine TOMATEN. Die roten Dinger. Eigentlich ganz schmackhaft. Eigentlich …

Bei uns auf dem Hof gibt es den Opa. Genannt „der alte Opa“, weil er wirklich ganz unglaublich alt ist. Er war sogar noch im Krieg. An der Front. Diese Erfahrung rechtfertigt wahrscheinlich so Einiges. Vermutlich auch seinen Hang zur Überproduktion. Dass auf jeden Fall genug zu Essen da ist (d.h. angebaut wird), bloß nichts schlecht wird und ja alles verwertet wird, sind seine großen Anliegen. Im Grunde sind wir da einer Meinung, nur über das „wie viel können wir überhaupt essen?“ gehen die Ansichten hier im Haus stark auseinander. Besonders beim Thema Tomaten.

Bevor ich hier hin gezogen bin, wusste ich gar nicht, wie viele Tomaten ein einzelner Mensch überhaupt anbauen kann und wo diese Dinger überall wachsen. Jede Ecke wurde in der Vergangenheit nutzbar gemacht, um auf jeden Fall noch mehr Pflanzen zu halten. Denn Tomaten sind lecker und gesund. Ja, ABER

was machen mit so vielen Tomaten

Was macht man um Himmelswillen mit so vielen Tomaten, die alle in einem recht kurzen Zeitraum reif werden?

Klar, frisch essen. Auf’s Brot z.B. – Kein Brot mehr ohne Tomaten.

Suppe daraus kochen. Entweder direkt oder einfrieren. (Wobei wir einen Gefrierbeutel mit Tomaten füllen, zu knoten und drauf hauen. Ja, genau richtig gelesen. Wir zerdötschen die und frieren sie ein. Nimmt weniger Platz weg. Später einfach wieder auftauen, würzen, pürieren. Fertig ist die Suppe.) Für Tomatensuppe bis zur Rente ist also auch gesorgt.

Aber der Verwertungsdruck ließ immer noch nicht nach und so wagten wir uns irgendwann an die Ketchup Produktion. Ein wirklich schwieriges Unterfangen. Ich verrate es direkt: Wir haben es aufgegeben. Entweder hat es geschmeckt oder er hatte die richtige Konsistenz. Beides gleichzeitig hat nie funktioniert. In jedem Fall war es immer eine riesen Sauerei.

Ich finde das wirklich schade, denn ein richtig guter Ketchup ohne einen Sack Zucker oder tausend Zusatzstoffe hätte mich mit dem Tomaten Thema vielleicht versöhnt. Zumindest wäre es ein Anfang gewesen.
Schließlich haben wir es noch mit Tomaten Marmelade versucht, aber überzeugend war die auch nicht.

leckerisstes

Deshalb (Achtung! Überraschende Wendung) hat es mich besonders gefreut, als mich ein Packet von leckerisstes erreicht hat. Neben zahlreichen anderen Köstlichkeiten, war ganz ausgezeichneter Ketchup dabei und eine noch bessere Tomaten Marmelade darin. Beides ohne Zucker oder Konservierungsstoffe. Wirklich richtig gut! Und, ja, das ist jetzt Werbung, bzw. eine echte Empfehlung, denn im leckerisstes Online Shop bekommt ihr ganz viele tolle Lebensmittel von kleinen Herstellen (Manufakturen nennt man das wohl) aus ganz Deutschland. Die Plattform setzt nicht auf hohle Siegel, sondern auf den persönlichen Kontakt zu den Handwerksbetrieben. Die Produkte kommen nicht vom Band und haben einen Bezug zu ihrer Heimat und damit kann man mich ja kriegen. Deshalb haue ich jetzt noch einen raus 😉

Mit dem Code „hofsafari“ bekommt ihr im leckerisstes Online Shop einen Warenkorbrabatt von 20%.

Das löst natürlich nicht mein Tomaten-Problem. Verarbeitungsvorschläge – oder noch besser: Rezepte – nehme ich gerne entgegen.
Ansonsten bestelle ich erst mal noch eine Rutsche Ketchup bei leckerisstes oder so eine verlockende Genussbox … Weihnachten naht.

mit Brombeeren malen
Naturmaterialien, Pflanzen

Mit Brombeeren malen

Wusstet ihr eigentlich wie gut man mit Brombeeren malen kann?

 

Es ist ganz einfach und schon kleine Kinder können es gut alleine. Natürlich sollten alte Sachen angezogen werden, denn die Farbe hält wirklich super – überall 😉

 

Zurerst Brombeeren sammeln und in ein Glas füllen (sauberes Marmeladenglas zum Beispiel).

Dann die Früchte mit einem Stock zerdrücken.

Brombeeren zerkleinern

Und schon kann man die Farbe mit einem Pinsel auftragen.

malen mit Brombeeren

Es ist ein schönes Rot, dass auch lange rot bleibt.

Die Kerne und die anderen Rückstände der Frucht fallen ab, wenn die Farbe getrocknet ist.

malen mit Brombeeren

 

 

 

Dieser Post ist Teil der Aktion Mittwochs mag ich

 

Eichhörnchen- und Gewinnspielwoche
Basteln, Pflanzen

Eichhörnchen-Gewinnspiel

Wir haben in der letzten Zeit ganz viel Eichhörnchen gespielt und da hatte ich eine gute Idee.

Es gibt etwas zu gewinnen. Mehr dazu am Ende des Beitrags.

Auf unserem Hof steht neben dem dicken Walnussbaum eine schöne Eiche und nicht weit entfernt noch eine und noch eine und noch eine … Eichen werden ja von den meisten Menschen sehr gemocht, von mir übrigens auch. Ich dachte ja bisher, das wäre so ein deutsches Ding: kraftstrotzender Baum – deutsche Eiche. Aber Fakt ist, es gibt gar keine „Deutsche Eiche“. Der Baum steht halt seit je her für Kraft und Stärke und das will nun mal jeder gerne für sich beanspruchen. So sind wir stolz auf unsere „Deutsche Eiche“ und die Engländer auf die „Englische Eiche“ und die Franzosen auf die „Französische Eiche“ und keine Ahnung wo das Ding noch überall wächst. Ist wohl doch eher ein Angeber-Baum ohne den Kolumbus übrigens nicht bis nach Amerika gekommen wäre. Naja, dank zahlreicher Seeschlachten liegt jetzt auf jeden Fall ziemlich viel Eiche am Meeresgrund. Wenn sie nicht versenkt wird, kann sie aber angeberisch alt werden: über 1000 Jahre – länger lebt im Wald meistens nur der Müll.

Herbst

Ich schweife ab. Zurück zu den Eichen auf unserem Hof. Die lassen nämlich gerade munter ihre Eicheln fallen, so dass alle Wege dick bedeckt sind. Wir haben nicht nur fleißig gekehrt in der letzten Woche, sondern auch Eichhörnchen gespielt. Das heißt, wir haben ganz viele Eicheln gesammelt und sie an anderer Stelle in den Boden gesteckt. In der Hoffnung, dass sie im Frühjahr keimen.

Eichhörnchen

manche keimen jetzt schon

Das Eichhörnchen geht ähnlich vor. Es vergräbt pro Jahr mehrere Kilo Samen und Nüsse als Wintervorrat, allerdings gräbt es nur ungefähr die Hälfte wieder aus. Es ist nicht so, dass es die Schätze nicht mehr wieder findet. Der kleine Nager kann die Vorräte sogar durch eine Schnee- oder Laubdecke riechen und es riecht sogar auch, ob es noch essbar ist. So werden keine unnötigen Energien verschwendet und das Eichhörnchen kann schnell wieder zurück in sein Nest (Kobel) und sich in den dicken Schwanz einkuscheln.

Der Eichelhäher, der gar kein Herr ist, wie mir peinlicherweise erst neulich auffiel, geht mit seinen Vorräten ähnlich um und hilft somit auch dem Wald sich zu verjüngen.

Eine Eichhörnchengirlande haben wir diese Woche übrigens auch noch gebastelt. Eichhörnchenwoche halt. Die Vorlage gibt’s hier.

Eichhörnchenwoche

Bei so viel Eicheln, Eichen und Eichhörnchen und weil der Blog direkt so gut läuft und alles so schön ist, haue ich doch mal einen Gewinn raus!! Ich verlose eine wunderbare EICHEL Kette von Acorny.

Eichhörnchen-Gewinnspiel

Wer beim Eichhörnchen-Gewinnspiel mitmachen möchte, hinterlässt einfach bis Sonntag (den 15.11.2015 um 18Uhr) einen Kommentar unten !!

Die Gewinnerin wird ausgelost und über E-Mail benachrichtigt.

 

Apfelsaft
Pflanzen

Apfelsaft für ein Jahr

Wir haben eine echte Apfelwoche

pflücken, waschen, pressen  –  Apfelsaft machen

(und zwischendurch mal einen Apfelkuchen essen)

Apfelernte

 

Äpfel waschen

 

Äpfel pressen

 

Wir pressen die zerkleinerten Äpfel kalt, füllen den Saft in Fässer und machen das ganze mit Kohlensäure haltbar. So muss nix abgekocht werden: mehr Vitamine – mehr Geschmack.

 

Apfelwarteschlange

 

Diese Äpfel warten noch auf ihr Schicksal.

Natürlich alles eigene Äpfel.

 

Wer nicht so viel Obst im Garten hat oder keinen Garten, der schaut bei Mundraub vorbei. (Mundraub.org ist eine kostenlose Online-Plattform, auf der eine webbasierte Karte die Standorte von Obst und Kräutern im öffentlichen Raum abbildet.)

 

Pflanzen

Springkraut-Spökes

Der erste Beitrag zu einer Pflanze

und das obwohl ich wirklich keine Pflanzenexpertin bin, aber … ich wäre gerne eine. Echt! Ich würde gerne mehr darüber wissen, was da um mich herum so wächst. Deshalb renne ich seit Neustem mit einer halben Bibliothek bewaffnet durch die Wiesen und versuche alles Mögliche zu erkennen. Als noch mehr blühte hat das auch halbwegs gut geklappt, denn anhand der Blüten ließ sich so Einiges schneller finden im Bestimmungsbuch. Jetzt muss ich wesentlich länger suchen, denn zumindest die Farbe ist meist gleich: grün.

Aber wenigstens eine Pflanze blüht hier in den Lippeauen noch unübersehbar: Das Springkraut. Wenn man erst mal darauf achtet, entdeckt man es wirklich überall. Es sieht ganz hübsch aus, kann ca. 2 Meter hoch werden und wächst vor allem in Wäldern, an Flussläufen, Bächen und Flussauen. Die Blütenblätter kann man essen. Sie sind aber relativ geschmacksneutral und haben auch keine große Heilwirkung (aber irgendwer macht bestimmt auch daraus Marmelade;).

Indisches springkraut

Das Springkraut, das ich meine, heißt eigentlich richtig Drüsiges Springkraut, da es wohl Drüsen am Blattstiel und -grund hat. Es wird aber meist Indisches Springkraut genannt, da es ursprünglich nur dort wuchs. Dann hat mal irgendwer, der diese Pflanze schön fand, ein Exemplar mit nach England genommen – als Zierpflanze. Von da aus ging es weiter auf den europäischen Kontinent, erst in die botanischen Gärten und dann ab in die freie Wildbahn. Schwups, war das Springkraut ein Neophyt, eine Pflanze, die sich in einem Gebiet ansiedelt, in dem sie zuvor nicht heimisch war.

Und wie hat sie es aus dem botanischen Garten raus geschafft? Sie ist quasi raus gesprungen, Springkraut halt. Die Samenkapseln springen, wenn sie reif sind bei der kleinsten Berührung auf und verbreiten sich explosionsartig in der Umgebung. Sie können bis zu 10 Meter weit fliegen.

Das ist ein Riesenspaß für Kinder – und für alle anderen auch.

 

Die geplatzte Samenkapsel – Kunst an der Pflanze.

Samenkapsel

Nun meinen natürlich viele: Neophyt? Weg damit! Gehört nicht hier hin! Man kann es aber auch positiv sehen: Das indische Springkraut sieht wirklich schön aus. Es wird sogar Bauernorchidee genannt, weil die rosaroten Blüten an Orchideen erinnern.

Und die Insekten lieben diese Pflanze.

Also: Welcome Springkraut

 

 

P.S. Es gibt auch noch ein heimisches Springkraut, das Echte – na klar. Wird bis zu 1 Meter hoch und hat gelbe Blüten.